// Das persönliche Dilemma des Tages

Als gebürtiger Schwabe, studierend in der Baden-Metropole Karlsruhe, ist es hier im Allgemeinen… naja, so eine Sache. ;-) Aber heute, ja heute ist Dies wirklich etwas ganz besonderes, denn das Lokalderby Karlsruher SC vs. VfB Stuttgart stand an. Emotionen pur. Eine wahre Zerreißprobe, bin ich doch seit jeher VfB-Fan (in bester Schwabentradition), hege aber derweil auch starke Sympathien für den lokalen Helden KSC – die Stimmung nach dem Aufstieg war hier einfach klasse und schließlich habe ich mich hier so langsam eingelebt…

Und was ist? Es hat mich wirklich überrascht, dass der VfB gepatzt hat. Ich weiß nicht ob ich lachen oder heulen soll ob des 1:0 aus Karlsruher Sicht. Ein Unentschieden wäre mir innerlich wohl am liebsten gewesen, auch wenn ich natürlich offiziell auf einen VfB-Sieg spekulierte um den Schein der 1-Mann-Schwaben-Diaspora aufrecht zu erhalten. ;-)

Wirklich ein komischer Tag. Auch jetzt fahren hin und wieder noch hupende Korsos am Haus vorbei… und ich weiß noch immer nicht, ob ich mich darüber ärgern oder freuen soll – ach, egal. Für den Rest des Tages bin ich einfach voll und ganz Karlsruher! :-D

// Privatsphäre ist wie Sauerstoff

Zwar schon ein älterer Text, aber trotz der geringen Länge inhaltlich hochaktuell: Privatsphäre ist wie Sauerstoff -- Wie die Überwachung immer weiter fortschreitet.

Kürzer und dennoch gut kann man Überwachungsdruck anhand von Beispielen fast nicht beschreiben. Das Buch des Herrn Pär Ström werde ich mir bei Zeiten mal zu Gemüte führen.

// Zentrale Inhaltskontrolle - MS macht heute den Anfang (vom Ende?!) und sperrt den Atsiv-Treiber

Heute geisterte das Thema durch die größeren IT-bezogenen Newsticker: Microsoft hat es tatsächlich durchgezogen und den von LinchpinLabs entwickelten Atsiv-Treiber zentral aus Windows Vista ausgesperrt, weil er Redmond nicht ins Konzept passt. Dieser Treiber wird also in Zukunft nicht mehr auf 64bit-Vista-Rechnern funktionieren, da sein für den Betrieb ausgestelltes digitales Zertifikat für ungültig erklärt wurde (für Laien: mit digitalen Zertifikaten ist es u.a. möglich, eine Software oder ein Inhalt eindeutig zu identifizieren und die Echtheit zu bestätigen. Durch das sperren des Zertifikats kann also die zugehörige Software gesperrt werden).

Der konkrete Fall hat zudem einen besonderen Beigeschmack: Die zum Vista-Betrieb nötigen Zertifikate kosten die Hersteller Geld. Sie müssen verwaltet und ggf. bei einer passenden Stelle beantragt werden. Bei jeder neuen Version des hergestellten Software-Produkts aufs neue, was natürlich wieder kostet. Diesen aufwendigen Prozess zu umgehen hat der nun gesperrte Atsiv-Treiber ermöglicht, denn er selbst war gültig signiert und konnte andere Treiber nachladen – Praktisch ein Türöffner für unsignierte Treiber etc., und somit natürlich für freie OpenSource-Projekte nützlich und teils auch notwendig, um Manches überhaupt umsetzen zu können. Es gibt einfach zahlreiche Projekte, die die Zertifizierungspolitik nicht erfüllen können (z.B. aus finanziellen Gründen). Wenn man bedenkt, wie MS zu OpenSource steht sollte das Sperren dieses Treibers, natürlich nur zum Vorteil für die Kunden ;-), einen jeden nachdenklich stimmen. Zumal all die Zusatzkosten auf den Kunden abgewälzt werden!

Wer jetzt fragt “Wo ist das Problem?” hat meiner Meinung nach einfach zu kurz oder gar nicht nachgedacht. Denn MS könnte genauso gut im Auftrag und/oder unter Druck der US-Regierung wichtige Kommunikationssysteme anderer Staaten lahmlegen (z.B. im Kriegsfall). Oder unliebsame Dokumente weltweit sperren (die Technik dafür ist praktisch schon vorhanden!). Nicht nett, das Ganze. Man stelle sich eine Flugsicherung vor, die ausfällt weil jemand in Redmond Lust dazu hat oder schlicht einen Fehler macht.
Außerdem ist dies wiedermal die verachtenswerte Salamitaktik. Der Nutzer wird an den Kontrollverlust gewöhnt, nach und nach. Wie schon bei den alltäglichen Software-Aktivierungen, mit dem Unterschied, dass diese Inhaltskontrolle ein wirklich großes Problem werden kann. Mal sehen, was die nächste Scheibe der Salami sein wird.

Und selbst wenn das Problem nicht in Zensur und Missbrauch endet: es geht um das Prinzip. Computer sind Maschinen, deren Merkmal u. a. darin besteht, dass sie auch Dinge umsetzen können, die zum Zeitpunkt ihrer Konstruktion noch gar nicht im Raum standen. Computern genau dieses Merkmal über DRM zu nehmen ist eine krasse und nicht zu tolerierende Entwicklung. Windows Vista ist auch deshalb sehr kritisch zu betrachten!

Man sollte sich zudem nicht durch diverse Aussagen beruhigen lassen, dass man Vista in einem Modus ohne Treibersignuatur-Kontrolle starten kann. Denn dieser ist zum einen für Entwickler gedacht (und funktioniert oft nur mittelprächtig bis gar nicht), zum anderen ist das in der Praxis nicht durchführbar bzw. wird in Zukunft nicht mehr funktionieren, da DRM-Anwendungen in diesem Modus garantiert nicht funktionieren werden bzw. schon jetzt nicht funktionieren. Ein solches Verhalten von Anwendungen könnte sogar von Microsoft erzwungen werden, durch simples androhen der Sperrung von Software, die sich an eine solche Richtlinie nicht hält, da ansonsten ja das DRM-Konzept aufgeweicht werden würde.

Nachtrag: Ich nehme etwaige Besserwisserei vorweg: Ja, derzeit betrifft das noch keine “normale” Software wie einen ungeliebten Tauschbörsen-Client oder Ähnliches, sondern nur Code, der auf Kernel-Ebene ausgeführt wird. Das sich das Konzept, was bei Treibern funktioniert aber auch auf alles andere anwenden lässt, sollte klar sein. Und es wird kommen, so sicher wie das Amen in der Kirche. TC, NGSCB und TPM sind Realität und rücken mehr und mehr in den Vordergrund. In zehn Jahren finden sich diese Techniken überall – ggf. zwangsweise und nicht optional. Daher ist es durchaus gerechtfertigt, all diese Techniken argumentativ in einen Topf zu werfen, denn sie zielen alle auf das Gleiche ab: zentrale Kontrolle, was auf einem Rechner geschieht, und was nicht. Solche Instrumente einzuführen ist ein Spiel mit dem Feuer. Noch ist die Situation halbwegs im Lot, man muss aber auch dafür Sorgen, dass es in Zukunft so bleibt.

// Skype, die Vertrauenswürdigkeit und die Alternativen

Keine Frage – Skype hat Erfolg, erfüllt auf zahlreichen Rechnern brav seinen Dienst und ermöglicht vielen Menschen auf dieser Welt komfortabel und kostengünstig zu kommunizieren. Zudem ist es einfach zu bedienen, daher will ich dem Programm sicher nicht seine Daseins-Berechtigung absprechen. Aber Skype hat auch ein paar unschöne Seiten, die dem normalen Nutzer wohl nicht direkt auffallen. Diese sind zum Teil offensichtlich, anderes kann man ob sehr umfangreicher Verschleierungstaktiken nur erahnen. In jedem Falle sollte man sich darüber informieren und dann abwägen, ob der Komfort von Skype die Nachteile aufwiegt.

Kommmen wir zunächst zu den offensichtlichen Dingen:

  • Skype ist sowohl bei der Signalisierung als auch bei der Übertragung proprietär und redet prinzipiell nur mit Produkten des Herstellers. Setzt man einmal auf Skype, bleibt man also zwangsweise auch dabei, sofern man nicht alle seine Kontakte verlieren will. Andere Lösungen setzen auf Standards und können so auch untereinander und Hersteller-übergreifend kommunizieren.
  • Die Firma hinter Skype ist den Kinderschuhen entwachsen, gehört mittlerweile zu eBay und spielt daher in der Liga “der Großen”. Dort gelten andere Regeln. In Zeiten von Vorratsdatenspeicherung & Co. macht dies nicht gerade Hoffnung, dass der Konzern nicht einfach nur in eigenem Interesse handelt statt sich für seine Nutzer einzusetzen. Das die Signalisierung dazu noch über zentrale Server von Skype im Ausland (wo Datenschutzgesetze fehlen) abgewickelt wird, macht das ganze noch schlimmer.

Kommen wir zu den weniger offensichtlichen Dingen:

Kommen wir zu den Problemen mit der Sicherheit:

  • Skype vertraut jedem, der Skype spricht. Soll heißen: Wenn die Software denkt, auf der anderen Seite der Leitung ist ebenfalls ein Skype-Client, entfallen zahlreiche Checks. In Verbindung zu der gut verschleierten und verschlüsselten Datenübertragung sowie dem oben genannten “Lochtrick” bezüglich Firewalls, könnte sich eine Lücke in der Software als ein ultimativer Sicherheits-GAU herausstellen – würden doch Angriffe auch noch wunderbar vor der Entdeckung geschützt. Folie 96 ff. des genannten Vortrags ist diesbezüglich auch ganz interessant.

Genug zu den Nachteilen von Skype für heute. Die Listen würden sich bestimmt noch erweitern lassen, doch widmen wir uns lieber möglichen Alternativen. Für ausführliche Reviews fehlt mir gerade ein wenig die Zeit, Sie folgen ggf. noch. Ich will jetzt aber jemanden, der sich bis hier hin im Text durchgekämpft hat nicht so einfach hängen lassen, und wenigstens ein paar Links zum Einstieg liefern:

Über Erfahrungsberichte zu den genannten Alternativen (gerne auch per Mail) würde ich mich auch freuen…

// Service Guides von Acer und anderen Firmen

Leider ist das so ein leidiges Thema mit Notebooks und anderen Geräten, die nur zum Teil irgendwelchen Standards entsprechen: Hardware-Austausch. Es soll mit Service und Co. nochmals Kasse gemacht werden – nachvollziehbar aber dennoch ärgerlich. Bei vielen Geräten geht ohne sog. “Service Guide” (im Grunde sind dies gut kommentierten Demontageanleitung), praktisch nichts, ohne grob fahrlässig zu basteln.

So ist es auch immer wieder eine Kunst, profane Dinge wie DVD-Laufwerke aus Acer-Laptops auszutauschen. Leider kommt man an deren Service Guides nicht ohne Weiteres ran. Einige geistern allerdings durchs Web, andere lassen sich durch das Erraten von Dateinamen von der zur Acer zugehörigen Website synapsenow.com herunterladen. Sämtliche Acer-Support-Dokumente scheinen sich dort unterhalb des Pfades https://www.synapsenow.com/synapse/data/7117/documents/ zu befinden.

Zum Beispiel findet sich der Service Guide für die Aspire 1300-Serie unter dem Dateinamen as1300sg.pdf, die 1400er-Serie unter as1400sg.pdf und die 2000er-Serie unter as2000sg.pdf. Leider ist das Schema aber nicht immer so eindeutig. Ich benötigte z. B. den Service Guide für ein Acer Aspire 1692WLMi (also ein Stück aus der 1690er-Serie), welches sich unter S.G_AS1690_AS3510_BOOK.pdf versteckte. Google hilft da aber oft weiter.

Eine weitere, kostenlose Fundgrube für Service Guides und Schaltpläne aller Art ist eServiceInfo.com und eine entsprechende Kategorie auf laptoprepair101.com. Sollten alle Stricke reißen muss man ggf. auf kommerzielle Anbieter wie Nodevice.com zurückgreifen. Die paar Dollars zu der selbst gekauften Ersatz-Hardware sind nämlich immer noch geschenkt, wenn man das mit den Kosten vergleicht, ein Notebook außerhalb der Gewährleistungszeit vom Hersteller reparieren zu lassen.

// System Administrator Appreciation Day 2007

Lobet und preiset die Admins dieser Welt! Am heutigen Freitag ist nämlich SysAdminDay 2007. Wir haben es uns ob der Widrigkeiten verdient. Fanpost am mich ist gerne willkommen, Ideen finden sich ebenso. :-D

Feiern kann ich “dank” der Notwendigkeit mir Digitaltechnik reinzuziehen zwar nicht, aber das kann man ja nächste Woche nachholen. *g*

…und der obligatorische Sysadmin Song darf natürlich nicht fehlen.

// CSI:Munich - für ZFS im Einsatz

ZFS ist eine feine Sache und wird mittelfristig sicherlich in der UNIX-Welt sehr erfolgreich. Sun hat diesbezüglich ganze Arbeit geleistet. Was man mit einem ZFS-Pool (welcher mittels zweier simpler Befehle erstellt wird) alles anstellen kann, ist schon heute der Wahnsinn.

Dazu gibt es auch ein geiles Video – Nerds im Einsatz, gelebter Geekism. Die Jungs bauen doch tatsächlich innerhalb weniger Minuten einen Hochverfügbarkeitsspeicher mit billigen USB-Sticks und ZFS. Dazu noch mit einer netten Prise Humor… ein “must see” ;-)


PS: Nach dem Genuss von Flash-Videos sollte man sich ggf. noch Gedanken über SharedObjects machen.

// "Super-Cookies": SharedObjects des Flash-Players

Cookies haben viel Nutzen und können den Komfort im Web erheblich steigern – sofern sie nicht missbraucht werden ist nichts dagegen zu sagen. Doch leider wird die sinnvolle Technik eben auch zum Nachteil der Nutzer verwendet. Langsam aber sicher wissen dies aber immer mehr Computer-Nutzer und auch -Laien. Um die Balance zwischen Komfort und Datenschutz nicht zu verlieren, bietet zudem praktisch jeder Browser die Möglichkeit, ungewollte Cookies zu sperren oder zügig zu löschen, man muss diese Funktionen nur Nutzen. So ist es ggf. sinnvoll Cookies beim Beenden des Browsers bis auf gewollte Ausnahmen löschen zu lassen, können sich doch zu viele Daten über längere Zeit ansammeln und von Firmen z.B. zum Profiling genutzt werden.

Soweit so gut – auch als unerfahrener Nutzer hat man beim Thema Cookies also mehr oder weniger Kontrolle über die kleinen Textdateien. Das haben natürlich auch schon länger die Firmen und Individuen erkannt, die eben diese Cookies missbrauchen. Und denen passt die einfache Cookie-Verwaltung natürlich ganz und gar nicht. Ärgern musste man sich beim PRoletentum darüber aber nicht lange, schließlich gibt es ja heutzutage das Flash-Plugin. Eben jene Technik, die neben Videos auch all die unsägliche, animierten Werbung ermöglicht. Es existiert kaum ein Rechner, auf dem es nicht installiert ist. Seit der Übernahme von Macromedia durch Adobe hat sich die Verbreitung des Flash-PlugIns nochmals kräftig gesteigert. Die nützlichen Möglichkeiten, die Flash-Video und darauf setzende Portale wie YouTube bieten, taten ihr Übriges.

Und wo ist jetzt das Problem?

Ganz einfach: Flash bietet seit geraumer Zeit eine mit Cookies vergleichbare Technik namens “SharedObjects”. Diese SharedObjects sind im Grunde wie Cookies – nur leistungsfähiger. So können z.B. in einer einzigen Datei unbemerkt bis zu 100kb Klartext abgelegt werden (das sind 100.000 ASCII-Zeichen!), also massig Platz um allerlei Daten zu sammeln und einen Surfer über mehrere Websites hinweg nachzuverfolgen. Diese Technik wird immer massiver eingesetzt und eben auch wiederum zum Profiling missbraucht, nur weiß darüber kaum ein Nutzer Bescheid. Auch bietet keiner der verbreiteten Browser von Haus aus die Möglichkeit, diese SharedObject komfortabel im Zaum zu halten. So nützt es im Zweifelsfall reichlich wenig, Cookies komplett zu sperren aber Flash zu nutzen.

Ist man sich der Möglichkeiten von SharedObjects bewusst und will das Flash-Plugin dennoch nicht von der Festplatte verbannen, sollte man die Biester des öfteren einfach löschen. Abgelegt werden die Dateien an folgendem Ort:

  • Windows: %AppData%\Macromedia\Flash Player\#SharedObjects
  • MacOS X: ~/Library/Preferences/Macromedia/Flash Player/#SharedObjects
  • Viele UNIX-Artige/Linux: $HOME/.macromedia/Macromedia/Flash Player/#SharedObjects

Den Inhalt des besagten Verzeichnisses sollte man im Interesse des eigenen Datenschutzes regelmäßig löschen. Im Gegensatz zu Cookies werden die SharedObjects in der Praxis fast ausschließlich zum schnüffeln genutzt, denn für die nützlichen Dinge reichen Cookies in der Regel vollkommen aus.

Um das unter Windows komfortabel zu lösen kann man sich eine kleine .bat-Datei herunterladen, welche die lästigen Anhängsel mit einem Doppelklick beseitigt.

Hinweis zum Windows-Pfad für Neulinge: %AppData% ist eine Variable, die den aktuellen Wert des Anwendungsdaten-Verzeichnisses enthält. Man kann den Pfad also samt Variablen einfach in der Explorer-Leiste einfügen, Enter drücken und landet am richtigen Ort.

Update: Firefox-Nutzer können auch einfach das Add-on "BetterPrivacy" nutzen (Danke, Herbert).

// Vom Staat gesammelte Daten per Auskunftsersuchen loswerden - oder wenigstens darüber Bescheid wissen

Ein kleiner Tipp für den sensibilisierten Bürger von heute: es gibt in unserem Staat die Möglichkeit, per Auskunftsersuchen gegenüber diverser Sicherheitsorgane zu erfahren, welche Daten die betreffenden Behörden über einen speichern, oder beruhigenderweise auch gar nichts gespeichert ist.

Der Knackpunkt dabei: erst dadurch wird man in vielen Fällen Daten los, die eigentlich schon lange nicht mehr erfasst sein dürften, es aber weiterhin sind, weil sich einfach niemand um deren Beseitigung gekümmert hat. Dabei ist es oft erstaunlich, welche Daten bei Polizeibehörden über einen herumschwirren, obwohl man noch nie etwas mit der Polizei zu tun hatte (auch wenn diese zumeist belanglos sind – dennoch ärgerlich). Auch wenn ggf. keine Datensätze gelöscht werden, ist es gut und/oder interessant zu wissen, was der Staat so speichert oder eben nicht speichert. Das Recht auf Selbstauskunft begründet sich dabei auf §19 und §34 Bundesdatenschutzgesetz (BDSG).

Ich habe schon selbst Selbstauskünfte gestellt und Anderen dabei geholfen. Ich blogge darüber, weil es gar nicht so einfach ist. Denn neulich bin ich über einen Generator für Auskunftsersuchen gestolpert, der es einem ermöglicht mit minimalem Zeitaufwand sein Recht gegenüber dem Bundesgrenzschutz, dem Bundeskriminalamt, dem Zentralen Verfahrensregister, dem Zoll und den Landeskriminalämtern wahrzunehmen. Einfach Angaben wie Name etc. eingeben, “Generieren” anklicken, ausdrucken und unterschreiben. Fertig.

Die Verfassungsschutzbehörden sind extra ausgenommen, da diese die unangenehme Angewohnheit haben einem zwar Auskunft zu erteilen, aber deswegen eine Akte anzulegen (IMHO eine Frechheit, schließlich nimmt man nur seine Rechte wahr), interessant sind diesbezüglich auch die Erfahrungsberichte in der Datenschmutz-Wiki. Alles in allem hat ein Auskunftsersuchen IMHO viele Vorteile und keine Nachteile – sofern man den Verfassungsschutz außen vorlässt und über das benötigte Briefporto hinweg sieht. Also: husch husch zur Post! ;-)

// Microsoft Product Licensing Advisor - Hilfe im Lizenzdschungel

Vor zwei Tagen durfte ich mich mal wieder mit dem krassen Wirrwarr der Microsoftschen Linzenzpolitik herumärgern. Insbesondere bei Volumenlizenzen ist das eine Wissenschaft für sich (es gibt sogar mehrtägige(!) kostenpflichtige(!!) Kurse von MS zu diesem Thema).

Daher kam mir wieder ein Tool in den Sinn, das einem beim groben Selektieren durchaus brauchbare Dienste leisten kann: Microsoft Product Licensing Advisor

Das Tool sondiert anhand der Anforderungen entweder die geeignete Software und/oder das richtige Lizenzpaket zu einer Software. Teilweise finden sich auch spezielle oder zeitlich begrenzte Lizenzprogramme für diverse Institutionen etc.. Also bei Bedarf durchaus nützlich.

Dennoch: Schon krass, dass ein solches Tool überhaupt eine Daseins-Berechtigung hat. ;-)

// Wenn Wikipedia nicht erreichbar ist: Mirror oder DVD

Bis vor wenigen Minuten war die deutschsprachige Wikipedia-Ausgabe über de.wikipedia.org von meinem Anschluss aus nicht erreichbar und/oder extrem langsam. Meistens passiert das natürlich, wenn man absolut keine Zeit hat und jede gesparte Sekunde wichtig ist… dann merkt man auch, wie praktisch es manchmal ist “schnell was in der Wikipedia nachzuschlagen”.

Für Notfälle empfiehlt sich da ein Mirror mit guter Anbindung, z.B. der von Freenet: http://lexikon.freenet.de – sehr schnell und immer ziemlich aktuell. Bevor man gar keine Inhalte hat kann man IMHO über das leicht andere Layout und ggf. Werbung hinwegsehen.

Wenn man ganz auf Nummer sicher gehen will (und nicht immer die aktuellste Version benötigt) empfiehlt sich auch noch die Wikipedia-DVD, welche einem die Inhalte ohne Installation auch ohne Internet-Zugang wie gewohnt präsentiert. Einfach herunterladen, brennen, fertig.

// Deutsche Inkassostelle GmbH und ihr Schuldnerverzeichnis

Die Firma “Deutsche Inkassostelle GmbH” ist mir in letzter Zeit öfter aufgefallen, weitere Informationen darüber einzuholen kann ich mir aber wohl sparen – Im heise.de-Newsticker ist heute “Verbraucherschützer warnen vor Schuldnerverzeichnis” zu lesen. Schuldnerverzeichnis.de ist meiner Meinung nach nichts anderes, als ein fingiertes Druckmittel, um zahlreichen dubiosen (Internet-)Firmen beim Einschüchtern der “Kunden” zu helfen.

Es ist heutzutage im Web kein seltener Fall, dass über diverse Mini-Dienstleistungen mit möglichst versteckten Preisangaben Menschen über den Tisch gezogen werden sollen.1) Die Preise sind aber meist nicht so hoch angesetzt, das sich der Gang zum Rechtsanwalt lohnt (oft 50-100€).2) Aus Angst vor Ärger zahlen dann viele unerfahrene Web-Nutzer lieber die Rechnungen und schreiben alles als “Lehrgeld” ab. Und die “Dienstleister” freuen sich.

Seit aber auch die Massenmedien immer mehr über solche Machenschaften berichten, scheint das Geschäft nicht mehr ganz so lukrativ zu sein, um sich mit S-Klasse und Swimmingpool ein schönes Leben zu machen. Daher war es nur eine Frage der Zeit, bis sich einschlägig bekannte Firmen selbst ein Mittel in die Hand geben, um zahlungsunwillige Menschen unter noch größeren Druck setzen zu können. Eben innovative deutsche Unternehmen, wie es sich für die Telekommunikationsbranche gehört. ;-)
Nun droht jedenfalls Schuldnerverzeichnis.de allen, die sich nicht vera*schen lassen wollen, mit der Eintragung in deren Datenbank und den weitreichenden Konsequenzen, die ein solcher Pranger im Internet haben soll. Wenn man also z.B. auf einen “Dienstleister” reingefallen ist und sich ggf. von Verbraucherschützern den Ratschlag holt, die Rechnung nicht zu zahlen, so ist es derzeit nicht unwahrscheinlich, dass ein Inkassounternehmen einem lustige Briefchen schickt und mit Schuldnerverzeichnis.de droht.

Dennoch sollte man sich nicht beirren lassen: Mit Firmen, die die Datenbank von Schuldnerverzeichnis.de wirklich nutzen, will man als Kunde höchstwahrscheinlich sowieso nichts zu tun haben. Wem also mit eben jener Datenbank gedroht wird, der sollte meiner Meinung nach erstmal durchatmen, standhaft bleiben und sich an die Verbaucherschutzzentralen wenden und ggf. auchmal beim Nicht Abzocken e.V. recherchieren. Seriöse Anbieter werden wohl keine Geschäfte mit der “Deutsche Inkassostelle GmbH” machen und weiterhin die Schufa bemühen – da bin ich mir ziemlich sicher.

Zudem ist es schon interessant, wie über den Namen und die Domain wohl versucht wird, sich an das amtliche(!) Schuldnerverzeichnis anzulehnen. Wahrscheinlich, um dem ganzen Projekt gegenüber säumigen Schuldnern einen Hauch von Seriosität zu geben. Wirklich das Letzte. Die Betreiber verstecken sich hinter der genannten GmbH, neben den Impressums-Pflichtangaben des Geschäftsführers Udo P. und der WHOIS-Daten findet man praktisch nichts, was nicht von Dritten ins Web getragen wurde. Aber das kennt man ja: Mit Öffentlichkeit und Rechtsweg Drohen und selbst das Licht scheuen.

1)
Horoskope, idiotische IQ-Tests und Lebenszeitrechner… Online Service Ltd. lässt grüßen
2)
denn teilweise sind die Angebote leider legal und nur aus moralischer Sicht betrügerisch

// Schock - blogbar in neuem Design

Schock! Nicht wegen des Layouts an sich, sondern einfach ob der Änderung als solcher:

altes Design der blogbar, 06.04.07 per http://web.archive.org/

neues Design der blogbar, 03.07.07

Zuerst dachte ich, ich hätte mich vertippt… als die Adresse geprüft war, war der zweite Gedanke sofort: “Defacement! OMFG!”. Dann hat das Hirn eingeschaltet und die Änderung wurde als Änderung und nicht als “da stimmt was nicht” wahrgenommen. Ein entsprechender Eintrag hat mich dann endgültig beruhigt. Zu solch frühen Stunden kann sowas passieren ;-)

Es ist derb, wie sehr man sich an manche Dinge gewöhnt…

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