// Full disk encryption with Ubuntu (9.04 Jaunty or newer), LVM and LUKS

I wrote a detailed guide on how to install an encrypted Ubuntu Linux:

The setup is using LUKS and Logical Volume Manager (LVM) to get a secure and flexible system. And to make nearly everybody succeed, there is even a crypt-setup bash script, making the installation faster and easier.

Have fun. :-)

// Ebfe's Anti-B00TKIT Project

The ”Ebfe's Anti-B00TKIT Project” is a simple but effective protection against Bootkits, suitable for daily usage. It makes it possible to know if your bootloader was manipulated before booting from disk. A really interesting tool for high-security environments and paranoid persons. :-P

Bootkits like the Stoned Bootkit are used to attack a full disk encryption1) (amongst other things). All “common” data is encrypted on such systems except a small, “special” part: the bootloader. Expressed in simplified terms, the bootloader is needed to store a program which prompts the user for the password to decipher the data and start the encrypted operating system. Bootkits are trying to manipulate the bootloader, making it possible to log the password the user enters and store it within the unencrypted part of the disk afterwards. The user does not see this, he simply gets the normal encryption password promt to start the system. This enables the attacker to come back later to read out the plain, unencrypted password the bootkit stored for him.

Ebfe's Anti-B00TKIT provides a CD to boot from before booting from disk. The program on CD reads out the Master Boot Record entries and displays their checksums (this does only need a few seconds). If all checksums are OK, you can going on to boot from disk by pressing a key. If the checksums are not the same as every day, your harddisk's bootloader was manipulated. To make this check more comfortable, you can create a custom CD containing your original MBR checksums. The CD is able to highlight non-matching checksums automatically then.

Visit the project website for screenshots, how-to and download.

1) e.g. LUKS on Ubuntu or TrueCrypt on Windows

// Links: IT security and privacy

// GnuPG-Schlüsselhierarchie: passender Algorithmus für jede Aufgabe, Schlüsselaustausch ohne Verlust des Web of Trust

Vor ein paar Wochen habe ich mir einen neuen Key für GnuPG/PGP (im Folgenden einfach “GPG” genannt) zugelegt, weil mein bisheriger abgelaufen ist. Das habe ich zum Anlass genommen mal meine Vorgehensweise zu überarbeiten. Die Erkenntnisse will ich hier festhalten, vielleicht bringt es ja jemandem etwas ;-). Ziel war:

  • Fein granulare Schlüsselhierarchie: Eine GPG-Aufgabe → Ein Schlüssel.
  • Die verschiedenen Schlüssel sollen den jeweils passendsten Algorithmus für die Aufgabe verwenden und bei Bedarf nach relativ kurzer Zeitspanne verfallen dürfen.
  • :!: Der Austausch eines Schlüssels soll NICHT zur Folge haben, dass das eigene Web-of-Trust zerhauen wird.

Dabei ist der letzte Punkt IMHO der Wichtigste. Das erspart einem, dass man wieder mühsam Signaturen für die neue Schlüssel einsammeln muss (den neuen Key vor Ablauf des alten Key mit selbigen zu signieren ist IMHO nur eine Notlösung, aber besser als nix). Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Geeignetere Algorithmen und Schlüsselstärken für die jeweilige Aufgabe
    Beispiel: RSA erzeugt irrsinnig lange Signaturen, ist aber gut für Verschlüsselung geeignet. Wenn man dennoch zur Verschlüsselung auf RSA setzen will, kann man seinen Signierschlüssel über DSA realisieren. Zudem kann man die nötige Schlüssellänge (Bit) besser zwischen Aufgabe und Performance abwägen.
  • Mehr Sicherheit
    Selbst wenn mal ein Schlüssel mit brachialer Großrechnerpower über Jahre geknackt werden könnte, so hat der Angreifer bei regelmäßig wechselnden Schlüsseln dann immer nur einen Teil der Daten und muss für weiteren Zugang zu älteren/neueren Daten erneut genausoviel Aufwand in Kauf nehmen. Dies gilt natürlich auch, wenn ein Schlüssel anderweitig kompromittiert wird (was wahrscheinlicher ist als Brute-Force). Es ist ein deutlicher Unterschied, ob jemand ein einziges Jahr oder z.B. fünfzehn Jahre Kommunikation nachvollziehen kann ;-). Oder ob nur ein Webserver-Login ermöglicht wird oder gleich alle jemals verschickten Daten entschlüsselt werden können.

// Scroogle - Anonyme Google-Suche ohne Werbung

Wie jeder weiß, sammelt Google eine Menge Daten. Ich habe prinzipiell nichts gegen das sammeln von Daten als Solches, nur gefällt mir nicht, wenn intransparent geschieht oder man keine Wahl hat. Ein durchschnittlicher Google-Nutzer ahnt kaum, was er auf die Dauer alles von sich Preis gibt und Google hängt es auch nicht gerade an die große Glocke – IMHO alles ein wenig grenzwertig für eine Firma mit dem Slogan “don't be evil”.

Scroogle.org hilft weiter

Wer auf Google nicht verzichten mag, auf deren Logging und die Vermischung der Suchergebnisse mit Werbung gerne verzichtet, sollte sich einmal Scroogle.org anschauen. Denn dieser Screen-Scaper-Dienst ermöglicht einem genau dies. :-D Ein Scroogle-Firefox-Plugin existiert natürlich auch. Sogar der Quelltext des Programms hinter Scroogle liegt offen und ist Public Domain – was will man mehr?

// Schäuble macht auch vor Abgeordneten, Strafverteidigern und Geistlichen nicht halt

Immer wenn man denkt, es geht nicht noch schlimmer, kommt unser Innenminister daher und legt noch einen drauf – Der Tagesspiegel: Anwälte und Pfarrer sollen verwanzt werden.

(via)

// Microsoft und gar nicht so zufällige Zahlen

Bruce Schneier [sic!] hat einen neuen US-Standard zur Erzeugung von Zufallszahlen und den darin enthaltenen Generator Dual_EC_DRBG schon etwas länger im Visier, da er darin eine Backdoor für die NSA vermutet, die über die ggf. gar nicht so zufälligen Zahlen kryptographische Schlüssel angreifen könnte.

Nun ist Bruce Schneier ein bedeutender Krypto-Experte – um so unverständlicher (außer es ist etwas dran, an Schneiers Vermutung ;-)) ist es, dass Microsoft Dual_EC_DRBG ohne Veränderung im SP1 für Vista eingebaut hat und damit bald an seine Kunden ausliefert. Schneier rät daher allen Programmieren einschlägiger Software ab, Dual_EC_DRBG in den eigenen Programmen zu nutzen. Ein Rat, den man befolgen sollte.

// Terahertz-Kameras

Heute las ich im heise-Forum eine Witzelei über “Röntgenkameras”. Das hat mir wieder in den Sinn gerufen, dass fast niemand um Terahertz-Strahlungsquellen weiß, die im Grunde genau dieses “röntgen” (im Sinne von “durchleuchten”) leisten, ohne Menschen dabei krebserregender Röntgenstrahlung auszusetzen.

In der Medizin hat diese Technik sicherlich großes, nützliches Potential, im Überwachungssektor macht mir so etwas hingegen Angst, wird einem doch die letzte Privatheit geraubt (z.B. zeichnen sich die Genitalien deutlich ab). Daher sollte die Technik zwar nicht verteufelt, aber politisch genau beobachtet werden. In Großbritannien wollte man diese “Röntgenkameras” bereits zur öffentlichen Überwachung einsetzten, bei uns wurde die Verwendung an Flughäfen diskutiert.1) Schon erstaunlich, wie bitter ernst so mancher Witz wird…

Noch ein kleiner, grober Hinweis zum Unterschied der Strahlung Röntgen liegen in etwa zwischen 2,5×1017Hz bis 6×1019 und sind ionisierend, daher krebserregend. Als Terahertzstrahlung versteht man normalerweise Strahlungsfrequenzen zwischen 3×109Hz bis 1013 Hz. Sie wirkt aufgrund der geringen Photonenenergie nicht ionisierend, weswegen sie nicht als krebserregend gilt. Zwischen Terahertz und Röntgen liegt also noch Infrarot, das sichtbare Licht und Ultraviolett.

Weiterführende Links

1) es erklang sogar das Wort “Nacktscanner” - mal sehen ob sich der Begriff durchsetzt

// Ausufernde GEZ-Schnüffelei

Langsam reicht es. In den letzten Tagen wurde mehrfach über die neuste Planung berichtet, den Rundfunkgebührenstaatsvertrag (RGebStV) anzupassen, um die Datenerhebungsbefugnisse der Gebühreneinzugszentrale (GEZ) massiv auszuweiten.

Was ist geplant?

Im dem Änderungsentwurf ist eine Datenerhebung ohne Kenntnis des Betroffenen bei nichtöffentlichen Stellen beschrieben, sofern die Daten Rückschlüsse auf die Gebührenpflicht zuzulassen. Im Klartext bedeutet dies IMHO, dass die GEZ beim Arbeitgeber, bei einer TV-Zeitschrift, einem Internetprovider, dem Kabelanbieter oder Ähnlichem in Zukunft Daten über eine Person abrufen können soll – ohne deren wissen.

Um welche Daten geht es?

Um recht sensible Dinge. Es ist dabei nicht darauf beschränkt, das beispielsweise TV-Spielfilm auf Nachfrage bestätigt, das Max Mustermann ein Abo hat, die geplanten Befugnisse gehen viel weiter. Folgende Daten sollen an die GEZ übermittelt werden:

  • Name (Vor- und Nachname, inkl. Titel)
  • Adresse/Anschrift
  • Geburtsdatum
  • :!: Berufs-, Branchen- bzw. Geschäftsbezeichnungen (z.B. “Entwicklungsleiter”)
  • :!: Zugehörigkeit zu einer bestimmten Personengruppe (z.B. “Student” etc.)

Wenn also ein Mitarbeiter der GEZ will, könnte er ohne meine Kenntnis sofort wissen, wo ich arbeite, ob ich arbeite und dank etwaiger akademischer Titel, der Bezeichnung der Arbeitsstelle und des Arbeitgebers ziemlich gut einschätzen, was ich verdiene. Oder eben, ob ich eher ein tolles Opfer abgebe sozial schwach bin. So interpretieren jedenfalls mehrere Landesbeauftragte für Datenschutz die Planung und so verstehe auch ich das bisher.

Weitere Kritikpunkte

Gegenüber heise.de bringt es Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohlede auf den Punkt:

Das ist ein Schritt in die falsche Richtung. […] Die Ermächtigung ist bewusst wolkig formuliert.

Es ist zu befürchten, dass die GEZ neben seriösen Firmen auch auf zwielichtige Adresshändler zurückgreifen oder diese gar mit Daten versorgt, um im Gegenzug wiederum benötigte Daten zu bekommen. Bei allem ist auch noch zu bedenken, dass die GEZ keine Behörde ist, sondern lediglich eine ÖR-Verwaltungsgemeinschaft! Und als Sahnehäubchen mache man sich anschließend bewusst, für welch' “wichtiges” Gut man wildfremden sensible Daten im Geheimen abrufen lassen soll: ein bisschen Fernseh-, Radioprogramm und ein paar Websites!1)

Alles in allem ist höchste Vorsicht gefordert. Jetzt ist zwar der Medienaufschrei da, doch sowas wird gut und gerne irgendwann mal durchgewunken. Und jetzt kommt mir hoffentlich keiner mit “wir brauchen unabhängige Medien”-Bla bla – Bei Zeitungen funktioniert es ja auch. Und selbst wenn: rund 17EUR (wenn man Pech hat auch mehrfach, für ein und dieselben Gerätschaften – Gewerbetreibende können ein Lied davon singen) “Zwangsgebühr”, unabhängig von der Nutzung, sind krass. Solange beim ÖR das Geld mit vollen Händen aus dem Fenster geworfen wird und jeder Regionalpapst seinen eigenen Sender hat ist das so nicht in Ordnung. Die BBC macht es vor – IMHO besseres Programm bei viel weniger Kosten. Und mit der Unabhängigkeit ist das auch so eine Sache. Vielleicht unabhängig von der Industrie, aber sicher nicht von der Politik. Dafür werden viel zu viele alte Parteisoldaten mit schönen Posten beim ÖR “belohnt”.

Weiterführende Links

1) Fehlt nur noch die Argumentation, dass die GEZ die neuen Befugnisse für den Kampf gegen den Terror benötigt. ;-)

// Privatsphäre ist wie Sauerstoff

Zwar schon ein älterer Text, aber trotz der geringen Länge inhaltlich hochaktuell: Privatsphäre ist wie Sauerstoff -- Wie die Überwachung immer weiter fortschreitet.

Kürzer und dennoch gut kann man Überwachungsdruck anhand von Beispielen fast nicht beschreiben. Das Buch des Herrn Pär Ström werde ich mir bei Zeiten mal zu Gemüte führen. Ganz sicher.